Berichte von Veranstaltungen

Auftakt „Kehrd Wöhrd“ am 05.06.2021

Wir haben Plastikverpackungen aus dem See gezogen und Einwegbecher und Pizzaschachteln aus dem Gebüsch. Wir haben unzählige Kronkorken und Zigarettenstummel aus dem Sand gebuddelt – und am Parkplatz besonders ungewöhnlichen Müll entdeckt: Ein Plastikkrug, bunte Tischsets aus Stoff und aus Plastik und ein PKW-Kennzeichen.



Eine tolle Sache sind die für Pfandflaschen angebrachten Getränkekästen. Dort können die Besucher:innen des Strandes ihre Pfandflaschen entsorgen, sodass das Pfand noch jemandem zu Gute kommt. Die Kästen haben wir fleißig mit aus den Gebüschen geborgenen Pfandflaschen gefüllt.



Ein besonders großes Problem stellen die auf den Boden geworfenen, sehr giftigen Zigarettenstummel dar. Der Sandstrand am Nordufer wird durch Sör regelmäßig durchgewalzt und so von Abfall und insbesondere Zigarettenstummeln befreit. Dennoch fanden wir etwa 300 offensichtlich eher frische Zigarettenstummel. Wenn man lange genug am See sitzt, kann man Enten und sogar ihre Küken mit Zigarettenstummel im Schnabel entdecken.


„Littering“ ist der Fachbegriff dafür, seinen Müll nicht zu entsorgen. Genauer gesagt bezeichnet Littering laut VKU (Verband kommunaler Unternehmen e.V.) das be- oder unbewusste Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall im öffentlichen Raum durch Einwegverpackungen und Einwegbecher. Schon 2018 konnte die Langzeitstudie „Wahrnehmung von Sauberkeit und Ursachen von Littering“ der Berliner Humboldt-Universität eine Zunahme von Einwegverpackungen und Einwegbecher bestätigen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich dieser Trend durch die Corona-Pandemie noch verstärkt hat. Dr. Rebekka Gerlach von der Humboldt-Universität sagt: „Hauptverursacher von Littering sind junge Erwachsene zwischen 21 und 30 Jahren, gefolgt von Jugendlichen (14 bis 20 Jahre) und älteren Erwachsenen (über 50 Jahre).“ Als Gründe für das Wegwerfen werden häufig Bequemlichkeit, Faulheit und 


Gleichgültigkeit genannt, so Dr. Gerlach. Wir hoffen, durch regelmäßige Müllsammelaktionen auf das Ausmaß des Problems aufmerksam zu machen und dadurch gegen die Bequemlichkeit, Faulheit und Gleichgültigkeit anzukommen.




Die Reaktionen der Strandbesucher waren während unserer Müllsammelaktion größtenteils sehr interessiert. Aufmerksamkeit haben wir auf jeden Fall erregt und dadurch hoffentlich auch ein Umdenken in Gang gesetzt. Wir werden uns regelmäßig treffen, um Müll zu sammeln. Achten Sie auf unsere Ankündigungen auf der Homepage des Vorstadtvereins, wenn Sie sich mit uns engagieren wollen.

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