Rückblick

Kärwa vom 25. – 29. August 2017

Nach anfänglichen Unstimmigkeiten fand die beliebte Wöhrder Kärwa wieder zum Bartholomäustag statt. Bereits seit 599  Jahren wird an der Kirchenweihe des Heiligen St. Bartholomäus gedacht.

Mit den Festreden von unserem 1. Vorsitzenden, Herrn Knut Engelbrecht, und des Festwirtes, Herrn Herrmann Schuhmann, begannen die 5 Tage der Wöhrder Kärwa bei bestem Wetter.

Mit den Böllerschützen,  und dem traditionellen Bieranstich von unserem 2. Vorsitzenden,

Herrn Wolfgang Piechulla, ging es abends wie auch die folgenden Tage mit viel Musik weiter. Auch der Einladung der Festwirtin zum Senioren-Nachmittag folgten wieder viele Bewohner aus dem nahen Sebastian-Spital.

Der traditionelle Rundgang in Wöhrd war gut besucht. Knut Engelbrecht führte mit zahlreichen Bildern und Skizzen auf den Spuren der ehemaligen Hesperidengärten durch Wöhrd.

Selbstverständlich fand auch der kirchliche Beitrag mit Festgottesdienst, Barthelwache, Kirchenführung und Café am See statt. Zum Ausklang fand noch das Konzert der Saxophonistin Helen Kluge, mit der Unterstützung des Vorstadtvereins statt.

So freuen wir uns auf die Kärwa 2018 zur 600sten Kirchenweihe von St. Bartholomäus.

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Die Bismarckschule räumte auf

Am Mittwoch, den 12.7.2017 war es wieder einmal soweit! Die Bismarckschule räumte ihren Stadtteil auf. Mit der Aktion Schön01-01-01 Schön-schöner-Schoppershof --schöner-Schoppershof, die in diesem Jahr zum sechsten Mal an den Start ging, setzten circa 300 SchülerInnen der Grund- und Mittelschule ein Zeichen gegen Dreck und Vermüllung in ihrem Stadtteil.

An die Zangen - fertig - los!, hieß es dann und es wurde gesammelt und die Müllsäcke waren prall gefüllt. Zur Belohnung für diese schweißtreibende und nicht immer so angenehme Arbeit, spendierte der Förderverein der Grund- und Mittelschule dank einer großzügigen Spende des Vorstadtvereins Wöhrd jedem Schüler eine Kugel Eis bei der Eisdiele "Eis im Glück" am Fenitzerplatz.


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Frühjahrsausflug nach Erfurt 2017

Bei etwas nebligem Wetter fuhren wir am 10. Juni nach Erfurt. Bei der Brezenpause am Rastplatz Thüringer Wald jedoch strahlte die Sonne von einem blauen Himmel und  begleitete uns den ganzen Tag.

Mit zwei Führerinnen erkundeten wir die Altstadt von Erfurt und erfuhren viel über deren Geschichte.

Auf dem Marktplatz, dem einstigen Salz- und Gewürzmarkt, war reges Treiben. Die Blumen- und Gartenstadt Erfurt und ihre Umgebung wurde zunächst von den Kelten besiedelt. Die Gründung erfolgte durch Bonifatius und 742 wurde sie erstmals urkundlich als „Erphesfurt“ erwähnt. Das Bistum Erfurt vereinigte sich 755 mit dem Bistum Mainz. Die Stadtumwallung von 1066 gehört zu der frühesten Befestigung in Deutschland. Schon im 14. Jh. gab es über 20 Pfarrkirchen, drei Kollegiatstifte und über zehn Klöster. Im 14./15. Jh. entwickelte sich Erfurt zu einer mittelalterlichen Großstadt mit etwa 20.000 Einwohnern und zu einem großen Handelszentrum. Heute ist sie Landeshauptstadt von Thüringen mit 208.000 Einwohnern.

Erfurt zeigt im historischen Stadtkern unterschiedliche Baustile von Romanik über Gotik zum Barock, sowie fünf Marktplätze, einige Fachwerkhäuser und die malerische Krämerbrücke. Am Marktplatz zeugt der Renaissancebau „Zur hohen Lilie“ noch heute vom Reichtum der einstigen Bewohner. Am Fischmarkt befindet sich das Haus „Zum Sonnenborn“. Nach einem verheerenden Brand wurden die unteren beiden Geschosse in Sandstein, das oberste in Fachwerk erstellt. Das Haus der Gilde „Zum Breiten Herd“, sowie das Rathaus zeugen ebenfalls vom einstigen Reichtum.

Die berühmte Krämerbrücke, eine der heutigen 400 Brücken über die den Stadtkern umfliesende Gera, entstand im 8. Jh. als Holzbrücke. Nachdem sie siebenmal abgebrannt war, wurde sie im 14. Jh. durch eine steinerne Brücke ersetzt. Die Erbauung erfolgte durch reiche Kleinkrämer, die auf der 120 m langen Steinbrücke kleine Buden erbauten und dort  Handel mit Schmuck, Seide etc. betrieben. Nachdem die Kleinkrämer diese Hütten nicht mehr nutzten entstanden 62 schmale Häuser, die später auf 32 Häuser zusammengefaßt wurden. Von den beiden Brückenkopfkirchen existiert heute noch die östliche Ägidienkirche mit einem imposanten Turmausblick.

Erfurt war bereits im 13. Jh. zu einem Zentrum der Bildung herangewachsen. Der bekannteste Absolvent der Universität war Martin Luther, der hier von 1501 bis 1505 studierte. Für mittellose Studenten wurde 1418 der Studentenbursen, eine Wohngemeinschaft bei der, um Gebühren zu sparen, ein Teil des Hauses über das Wasser gebaut wurde, errichtet. Im Kulturhof war die Waidpflanze zu sehen. Sie wurde in etwa 300 Dörfern Thüringens angebaut, um aus deren Blättern ein begehrtes  und gewinnbringendes Blaufärbemittel zu gewinnen, welches mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt eng verbunden war.

Nach unserem Mittagessen im Garten des Gasthauses „Zum Goldenen Schwan“ hatten wir bis zur Führung im Dom noch genug Zeit für eigene Erkundungen, welche die meisten nochmals für die Krämerbrücke nutzten.

Nach dem Erklimmen der 70 Stufen des Domberges begann die Domführung. Der Dom St. Marien wurde erstmals 1117 erwähnt und ist der wichtigste und älteste Kirchenbau in Erfurt. Direkt daneben befindet sich die St.Severin-Kirche. Sehenswert im Dom sind besonders der „Wolfram“ eine Bronze-Freiplastik als Leuchtenträger von 1160, die romanische Madonna aus Stuck, der spätgotische Glasgemäldezyklus im Hohen Chor, der hohe Taufstein und das umfangreiche mittelalterliche Gestühl. Der Mittelturm dient als Glockenhaus mit der weltweit größten mittelalterlichen freischwingenden Kirchenglocke Gloriosa.

Um 17.30 Uhr ging es dann wieder heimwärts und ein wunderschöner Tag war zu Ende.

Ein herzliches Dankeschön noch an die Organisatoren
Herrn Piechulla und Herrn Schuster.

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