Martha-Maria

Krankenhaus Martha-Maria

Der ev.meth. Pastor Jacob Ekert gründete am 4.Februar 1889 den „Martha-Maria-Verein für allgemeine Krankenpflege“ in Nürnberg in der Fischergasse. Die Ausbildung der ersten Schwestern erfolgte in der Berliner Charitè. Ihre Fähigkeiten konnten sie bei der Grippeepidemie 1890 unter Beweis stellen und es wurde ihnen das Sebastianspital anvertraut. Ab 1893 wurde das Gelände in der Sulzbacher Straße erworben (heute befinden sich hier Wohn- und Geschäftshäuser, sowie der E-Center) und am 16.Februar 1898 genehmigte der Stadtrat den Bau der Klinik. Im Jahr 1903 wurde die Klinik und eine eigene Ausbildungsstätte für Schwestern eröffnet. Bereits zwei Jahre später wurde dieser Bau erweitert. Es gab dann 44 Zimmer für 74 Patienten und galt  als führendes und größtes Nürnberger Privatklinikum. Im Jahr 1928 folgte mit dem Wöchnerinnenheim ein weiteres Gebäude. Viele Kinder aus Wöhrd taten hier ihren ersten Schrei. Ein weiterer Erweiterungsbau wurde 1937 an der Fenitzerstraße 11 erstellt. Nach weiteren  Ankäufen erstreckte sich dann das Areal nun  von der Sulzbacher-  75-79 zur Ludwig-Feuerbach- 58,  Fenitzer- 11 und Adamstraße 69. Durch Wohnblocks und Fabriken war eine Erweiterung in diesem Gebiet nicht mehr möglich. 

1938 kaufte man deshalb ein 70.000 qm großes Waldgelände in Erlenstegen. Es wurde geplant, an der Stadenstraße das ganze Mutterhaus  mit allen Abteilungen neu aufzubauen. Es sollte zusätzlich eine Kirche, ein Konzert- und Vortragshaus und ein „Dorf der Barmherzigkeit“ errichtet werden.

Doch der 2. Weltkrieg setzte allen Plänen ein Ende. Seit Kriegsbeginn wurden die Gebäude als Reservelazarett genutzt.  Die Jungmädels von Wöhrd strickten in ihrer Freizeit warme Socken und Handschuhe und überreichten diese dann den Soldaten bei einem Besuch. Zu Kriegsende 1945 waren das Krankenhaus an der Sulzbacher Straße und die Wohnhäuser der Schwestern und Schülerinnen und die restlichen Gebäude total zerstört. Ein Ansbacher Ausweichkrankenhaus nahm die Anstalt vorübergehend auf. 1948 ging es in kleinem Maßstab in Nürnberg weiter. Das Schwesternwohnheim in der Adamstraße wurde in eine provisorische chirurgische Klinik umgebaut und danach wurde das Krankenhaus in der Sulzbacher Straße Instand gesetzt. Es war nur ein Behelfsbau, konnte aber im Parterre und 1. Stock Patienten aufnehmen. Es standen  180 Betten zur Verfügung und auch das einstige Wöchnerinnenheim entstand  wieder. In der Fenitzerstr. 13 wurde 1951 ein dreistöckiges Schwesternwohnheim gebaut.

Von 1950 – 1965 entstand in Erlenstegen das Mutterhaus, ein Verwaltungszentrum, eine Krankenpflege, eine Haushaltsschule und ein Angestellten-Wohnhaus. Es waren somit für das Hauptprojekt, das Krankenhaus, die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen. Zinsgünstige Darlehen und Eigenmittel bildeten die Grundlage und im Februar 1961 konnte mit den Planungen begonnen werden. Der Verkauf des Anwesens in der Sulzbacher Straße mit 8.349 qm erfolgte 1965. Die Weiternutzung erfolgte noch bis zur Einweihung des neuen Krankenhauses in der Stadenstraße am 20.September 1968.  

Heute ist das Martha-Maria wieder ein gutes, beliebtes  und anerkanntes Klinikum.

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Auszug aus dem Stadtarchiv

 

 

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