Tennis in der Tullnau
Die sportliche Seite der Gesellschaft Museum e.V.

Etwas versteckt hinter Büschen und Bäumen, zwischen dem Ende des Tullnauweihers und dem Bahndamm, liegen seit rund 80 Jahren die Tennisplätze der Gesellschaft Museum. Eine sportliche Idylle mit drei Doppel-Plätzen und einem kleinen Tennishaus.
Die Gesellschaft Museum, einer der ältesten durchgehend bis heute existierenden Vereine Nürnbergs, entstand 1810 aus einer Abspaltung von Mitgliedern der 1805 gegründeten Lesegesellschaft Harmonie. Einem Verein, der in seiner von vielerlei Veränderungen geprägten Geschichte, von 1863 bis 1897 auch ein eigenes Haus in der nach ihm benannten Harmoniestraße in Wöhrd besaß und sich um das Jahr 1958 aufgelöst hat. Ein Schicksal, das er zeitgleich mit der noch älteren Colleg-Gesellschaft  teilte, die bis 1941 ein Haus in der Bucher Straße 38 (Colleggarten am Friedrich-Ebert-Platz) hatte.
Die Gesellschaft Museum (Gesellschaft zur Pflege der schönen Musen) hatte im Gegensatz zu anderen ähnlichen Vereinigung von Anfang an einen eigenes Haus. Zuerst von 1810 bis in die Bombennacht des 2. Januar 1945, in der Königstraße 1, an der später nach ihr benannten Museumsbrücke, dann ab 1955 in St. Johannis, in der Campestraße 10. Hier konnte man mit einem Teil des Erlöses des Grundstücks an der Pegnitz, von den Erben der jüdischen Bankiersfamilie Kohn die großbürgerliche Villa im Stil eines Rokokoschlößchens, an der Ecke Frommann / Campestraße erwerben.

Doch zurück zur Tennisabteilung in der Tullnau. Ein neues Mitglied der Gesellschaft, Freiherr August Falkner von Sonnenburg, Leiter der in Nürnberg neu gegründeten Niederlassung der Bayerischen Elektrizitätswerke München-Landshut, hatte im Jahr 1905 aus München die Leidenschaft für den Tennissport mitgebracht und es geschafft, den Virus innerhalb der Gesellschaft Museum so zu verbreiten, dass man im Jahr 1908 eine eigene Tennisabteilung gegründet hat.

Von der Stadt Nürnberg wurde hierzu im Jahr 1910 ein Grundstück am Ufer des Dutzendteichs gepachtet, direkt neben dem zur Bayer. Landesausstellung von 1906 errichteten Leuchtturm und in der Nähe des 1912 eröffneten Tiergartens. Es entwickelte sich ein lebhaftes gesellschaftliches Treiben. Maibowlen und Sommerfeste waren bald mindestens so wichtig wie das Schlagen von Bällen.Die Tennisabteilung überstand im Gegensatz zu manch anderem Verein in Nürnberg den 1. Weltkrieg und erlebte  in den späten zwanziger Jahren eine derartige neue Blüte, dass eine Aufnahmesperre verhängt wurde und sogar zwei zusätzliche Plätze vom benachbarten Tennis- und Eislaufklub angemietet werden mussten.Wie einige Jahre später der alte Tiergarten, hatte die Tennisabteilung der Gesellschaft Museum bereits im Jahr 1935 den Planungen für das Parteitagsgelände zwischen Luitpoldhain, Dutzendteich und Zeppelinwiese zu weichen. Wo mehr als 25 Jahre lang Freizeitsport und Geselligkeit die Szene beherrscht hatten, musste nun Platz geschaffen werden für ein Nürnberger Kolosseum, das in den See hineinwachsen sollte. Die ehemaligen Tennisplätze sind heute unter dem wuchtigen Baukörper des Hufeisens der Kongresshalle, beim heutigen "Serenadenhof", erschwunden.Dank seines Verhandlungsgeschicks gelang es dem damaligen Vorstand der Tennisabteilung im Jahr 1936, von der Stadt ein Ersatzgrundstück in der Nähe der Zeltner Brauerei, am Ende des Tullnauparks an der Ostendstraße zu bekommen. Die Plätze wurden von der bekannten Tennisdynastie Richter gebaut. Das Clubhaus wurde gebraucht vom TC Noris gekauft, der seine Plätze gegenüber der Tullnau auf Zeltnerschem Gelände, in der Gegend des heutigen Norikus hatte. Der Tennis Club Noris war zu dieser Zeit gerade mit dem TC Weiß-Blau verschmolzen  und hatte seine sportlichen Aktivitäten nach Muggenhof verlagert. Das Glück in der neuen Idylle sollte allerdings nur wenige Jahre währen. Der Sommer 1939 war die letzte ungetrübte Tennissaison bis 1951. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage während der Luftangriffe auf die Stadt in den Jahren 1943 und 1945 mehrfach getroffen und Klubhaus und Plätze völlig zerstört. Die Wildnis, die nach dem Krieg auf dem Grundstück entstanden war, wich erst Anfang der fünfziger Jahre neuem Leben. Die Tennisanlage entstand mit viel Eigenleistung und finanzieller Unterstützung durch den selbst noch obdachlosen Hauptverein neu und ist bis heute am gleichen Ort wieder ein Platz für Entspannung und Geselligkeit. Aufgrund ihrer etwas versteckten Lage und des Umstandes, am Ende des Tullnauweihers nicht erweiterbar zu sein, ist die Tennisabteilung der Gesellschaft Museum immer familiär und neben dem Sport vor allem geselligen Aktivitäten zugeneigt geblieben.

Der Verein hat heute rund 90 Mitglieder von denen etwa die Hälfte noch regelmäßig aktiv ist und der Rest von Fall zu Fall zum Spielen oder Feiern kommt. Schon bedingt durch die geringe Zahl von Plätzen gibt es in der Tennisabteilung der Gesellschaft Museum heute weder vereinsinterne Medenspiele noch „richtige“ Turniere. Die Tennisanlage dient heute wieder ganz alleine dem Spaß am Spiel in netter Gesellschaft. Die „Jugend“ beginnt im Schnitt bei 40+ die Mehrzahl der Mitglieder liegt einiges darüber. Eine Spielwiese jung gebliebener sportlicher Senioren die sich über nette Neuzugänge immer freuen. Unsere engagierte langjährige Vorsitzende Heike Dülfer freut sich über Neuzugänge die zu uns passen und nimmt sie liebevoll unter die Fittiche. Saisonbeginn ist in der Regel Ende April / Anfang Mai. Wer interessiert ist sollte einmal in unsere Internetseiten schauen. Gegenseitig verlinkt sind die Seite der Tennisabteilung www.tennis-tullnau.de und die der Hauptgesellschaft www.gesellschaft-museum.de. Schauen Sie doch einmal vorbei.

Peter Link,
1. Vorsitzender
Gesellschaft Museum e.V.

Tennis Tullnau

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