Zusammen für die „gemeinen Interessen unseres Vorstadtviertels“
140 Jahre Vorstadtverein Wöhrd

Vor fast genau 140 Jahren, am 24. November 1877 gründeten im Gasthaus zum Hirschen in der Sulzbacher Straße engagierte Bürger aus Wöhrd und Gärten bei Wöhrd den Vorstadtverein. Ziel des Zusammenschlusses war - so die Einladung - „die Notwendigkeit eines geschlossenen und einheitlichen Zusammengehens in wichtigen Fragen unseres Gemeinwesens (…) und wo es sich um die gemeinsamen Interessen unseres Vorstadtviertels (…) handelt.“ Nach den 1874 gegründeten Vorstadtvereinen in St. Johannis und in der „Maxvorstadt“ war der Wöhrder Zusammenschluss die dritte derartige Interessenvertretung in Nürnberg. Initiator des Vereins war der in Regensburg geborene und seit 1853 in Wöhrd lebende Arzt und Naturforscher Dr. Ludwig Koch. Er war auch bis zu seinem Tod 1908 Vorsitzender des Vereins.

Die ersten Jahre der Vereinstätigkeit waren davon geprägt, die Interessen der alten Vorstadt gegenüber den sich seit der Industrialisierung südlich der Altstadt entwickelnden neuen und entsprechend modernen Stadtteilen zu wahren. So gelang es in den ersten zwanzig Jahren des Bestehens des Vereins nicht nur eine Kanalisation und Straßenbeleuchtung für Wöhrd und Gärten bei Wöhrd zu erreichen. Mit der Inbetriebnahme einer Pferdebahn nach St. Jobst durch die Sulzbacher Straße und der Errichtung einer Brücke am Wöhrder Talübergang konnten auch wesentliche Fortschritte beim Anschluss des Stadtteiles an das moderne Verkehrsnetz erreicht werden. Das große Projekt einer Straßenbahnlinie von der Altstadt, durch Alt-Wöhrd nach Mögeldorf scheiterte leider an den Verwerfungen des 1. Weltkriegs.

Seit einer Ergänzung der Satzung im Jahre 1900 traten neben der Vertretung der politischen Interessen der bis 1825 selbstständigen Vorstadt auch gesellige Aspekte. So veranstaltete der Verein nicht nur jeden Winter einen Ball - Vorgänger des heutigen Stiftungsfest und Faschingsballs. Auch auf der Wöhrder Kirchweih war der Verein bereits seit damals aktiv.

Nach der Einstellung der Vereinstätigkeit im Jahr 1943  nahm der Verein erst 1950 auf Initiative des Historikers Dr. Wilhelm Schwemmer und des  Wöhrder Pfarrers, Kirchenrat Hans Weinickes, wieder seine Tätigkeit auf. Hierbei stand vor allem der Wiederaufbau der schwerst kriegszerstörten Vorstand im Blickpunkt der Arbeit des Vereins. Unter dem langjährigen Vorsitzenden Rudolf Mittermeier, der seit 1977 die Führung des Vereins übernommen hatte, verdoppelte sich nicht nur die Zahl der Mitglieder des Vereins. Durch vielfältige Initiativen auf politischer Eben konnten auch große Erfolge für die Entwicklung des Stadtteils erreicht werden. Mit den „Mitteilungen“ wurde seit den 70er-Jahren auch ein Nachrichtenbörse für den Stadtteil geschaffen. In den 90-Jahren kamen der Adventsmarkt und der Neujahrsempfang als noch heute zentrale Veranstaltungen des Vorstadtvereins hinzu. Durch zweit Erweiterungen des Vereinsgebiets 1980 und 1993 erhielt der Verein sein heutiges Einzugsgebiet. Unter dem Vorsitz von Siegfried Schnabel, der den Verein von 1997 an leitete, konnte das Angebot des Vereins für die Wöhrderinen und Wöhrder weiter ausgebaut werden.

140 Jahre Vorstadtverein Wöhrd sind ein Anlass Stolz auf die in dieser Zeit für die Stadtteile erreichten Erfolge zurück zu schauen. Gleichzeitig sind sie aber auch ein Ansporn dafür, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass unsere Vorstadt auch in Zukunft so lebens- und liebenswert bleibt, wie sie heute ist.

140 Jahre VVWHRD

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